Die perfekte Morgenroutine

Kleine Rituale, grosse Wirkung!

Eine Morgenroutine muss nicht kompliziert sein. Oft sind es gerade die einfachen, gut abgestimmten Gewohnheiten, die langfristig am meisten bewirken. Hier findest du eine Morgenroutine, die Körper, Geist und Genuss gleichermassen anspricht:

1. Ölziehen – Reinigung von innen heraus

Der erste Schritt am Morgen kann das Ölziehen sein, ein bewährtes ayurvedisches Ritual. Dabei wird etwa 10 Minuten lang ein Esslöffel Öl (z. B. kühlendes Sonnenblumen- oder wärmendes Sesamöl) im Mund bewegt. Wer den Geschmack zu stark findet, kann beispielsweise das Zahnöl von Ringana ausprobieren. Das ist zwar nicht ganz günstig, aber schmeckt angenehm frisch.

Die Idee dahinter: Das Öl bindet Bakterien und schädliche Stoffe, unterstützt die Mundhygiene und kann so das allgemeine Wohlbefinden verbessern.

Tipp: Während du Öl ziehst, kannst du bereits die weiteren Schritte vorbereiten – so nutzt du die Zeit effizient.

2. Lauwarmes Wasser – ein sanfter Start für die Verdauung

Nach dem Ölziehen folgt die innere Aktivierung durch ein Glas lauwarmes Wasser.
Es hilft, den Stoffwechsel anzuregen, die Verdauung sanft zu wecken und den Körper nach der Nacht zu rehydrieren.

Wenn du möchtest, kannst du einen Schuss frischen Zitronensaft hinzufügen. Das bringt Frische, unterstützt die Leberfunktion und liefert Vitamin C. Für empfindliche Mägen eignet sich auch warmes Wasser pur.

3. Salziges Frühstück – stabile Energie statt Blutzucker-Achterbahn

Danach ist es Zeit für ein salziges, herzhaftes Frühstück.

Warum salzig?
Im Gegensatz zu süssen Speisen wie Gipfeli, Konfitürenbrot oder Fertig-Müesli mit viel Zucker sorgt ein herzhaftes Frühstück für einen stabilen Blutzuckerspiegel. Das verhindert Heisshunger und Leistungsabfälle später am Vormittag.

Ideen für ein salziges Frühstück:

  • Rührei oder Omelette mit Tomaten oder Gurken

  • Avocado auf Vollkornbrot mit etwas Salz und Chili

  • Dinkel-Toast mit Lachs

  • Eine leichte Misosuppe als wärmender Start

4. Kaffee mit Kardamom und Zimt – aromatisch und bekömmlich

Für viele gehört Kaffee am Morgen einfach dazu. Mit kleinen Anpassungen wird er noch aromatischer und besser verträglich.

  • Kardamom wirkt verdauungsfreundlich und macht den Kaffee milder.

  • Zimt hilft, den Blutzucker stabil zu halten, und verleiht dem Getränk eine wohlig wärmende Note.

Ich verwende ein bis zwei angestossene Kardamom-Kapseln pro Tasse und streue etwas Zimt über den Kaffee.

Alternativen für alle, die Kaffee nicht vertragen oder ab und zu eine Pause einlegen möchten:

  • Zichorienkaffee (koffeinfrei, aber aromatisch)

  • Matcha mit sanfter, langanhaltender Wachheit

  • Grüner Tee: Enthält sanftes Koffein, viele Antioxidantien und L-Theanin, das für Ruhe trotz Wachheit sorgt

  • Goldene Milch: Warme Milch oder Pflanzendrink mit Kurkuma, Zimt, Ingwer – entzündungshemmend und wärmend

  • Maca: Macapulver in warmer Milch oder Wasser – liefert Energie, Mineralstoffe und leicht anregende Wirkung

Die perfekte Morgenroutine muss nicht lange dauern – entscheidend ist, dass sie dir guttut und zu deinem Alltag passt. Mit Ölziehen, warmem Wasser, einem herzhaften Frühstück und einem liebevoll gewürzten Kaffee (oder einer Alternative) schaffst du dir einen bewussten, nährenden Start in den Tag.

Probier es eine Woche lang aus – vielleicht wird es schon bald zu deinem liebsten Morgenritual.

Weiter
Weiter

So gelingt das Abschalten